1541 g
1199 Euro
Engage 62 C Carbon im Test: Preis-Leistungs-Tipp der Aero-Laufräder
in Test & Technik
Engage 62 C Carbon im Test: Preis-Leistungs-Tipp der Aero-Laufräder
Aero-Laufradsatz Engage 62 C Carbon im Test
Ergeben Aero-Laufräder bei schweren höhenmeterreichen Etappen Sinn? Diese und mehrere Fragen stellten wir uns beim großen Aero-Laufräder-Test in RennRad-Ausgabe 7/2020. Dabei testeten wir sechs Laufradsätze im Windkanal und auf der Straße. Darunter war der Engage 62 C Carbon – und überzeugte vor allem mit sehr guten Werten im Windkanal.
Der Engage-Satz ist leicht und überzeugt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Hier gibt es eine Übersicht über das Testverfahren beim Aero-Laufräder-Test sowie die Ergebnisse des Engage 62 C Carbon.
Aero-Laufräder: So haben wir getestet
Allein das Vorderrad ist für 80 Prozent des kompletten Luftwiderstands jedes Laufradpaares zuständig. Weil sich das Hinterrad im Windschatten des Sitzrohres dreht, macht es lediglich 20 Prozent des Luftwiderstands aus. Aus diesem Grund nahmen wir in unserem Testablauf die Aerodynamik-Messungen lediglich an den Vorderrädern vor. Dieses Test-Prozedere ist gängige Praxis. Die aerodynamischen Fähigkeiten der Felgenbremsen-Test-Laufräder untersuchten wir im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee.
Alle Messungen führten wir im Testablauf jeweils zweimal durch, einmal mit 35 und einmal mit 45 Kilometern pro Stunde. Dabei wurden die Aero-Laufräder über eine Walze mit der Test-Geschwindigkeit angetrieben. Dies spiegelt die Praxisverhältnisse wider. Als Standard-Bereifung setzten wir auf einen Continental-GP-5000-Pneu.
Gewichtete Leistung
Wir führten alle Messungen mit einem einzigen Reifen durch. Der Grund: Die Serienstreuung der Reifen kann die Ergebnisse um bis zu ein Watt beeinflussen. Die Messtoleranz des Windkanals beträgt +/- 0,2 Watt. Damit auch Seitenwindverhältnisse beurteilt werden können, dreht sich der komplette Versuchsaufbau von plus nach minus 20 Grad – für jeden Winkel erhalten wir einen Messwert.
Die Auswertungs-Software von GST berechnet abschließend die „gewichtete Leistung“ in Abhängigkeit der Anströmwinkel. Das heißt: Jeder einzelne Winkel mit der dazugehörigen Leistung wird in dem Maße prozentual gewichtet, wie er draußen auf der Straße vorkommt. So kommt der Null-Grad-Winkel, die Frontal-Anströmung, im Praxiseinsatz am häufigsten vor und wird somit bei der Berechnung auch höher gewichtet als etwa der 20-Grad-Winkel.
Alle Hintergründe zum großen Vergleichstest der Aero-Laufräder im Windkanal und auf der Straße lesen Sie hier und – noch einmal ausführlicher – in der RennRad 7/2020. Hier können Sie die Ausgabe als E-Paper oder Printmagazin bestellen.
Stärken und Schwächen des Engage 62 C Carbon
+ Aerodynamik
+ Preis-Leistung
+ Gewicht
– Beschleunigung
Engage 62 C Carbon im Test: Fazit
Die Engage zeigen gute Werte im Windkanal. Sie sind zudem leicht und kommen inklusive zweier Top-Reifen. Verdienter Preis-Leistungs-Tipp.
Bewertung: 5 / 5
Sie haben Interesse am Engage 62 C Carbon? Auf der BENObikes-Website finden Sie weitere Informationen.
Engage 62 C Carbon im Test: Daten und Informationen
Der Engage-Laufradsatz ist im Testfeld der Aero-Laufräder der Satz mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. In der folgenden Tabelle sind die Testergebnisse zusammengefasst.
- Preis: 1199 Euro
- Gesamtgewicht: 1541 Gramm
- Felgenmaterial: Carbon
- Felgenhöhe: 62 Millimeter
- Felgenbreite*: 26,4 / 28,4 Millimeter
Die Testergebnisse im Überblick
Fabrikat | Engage |
Modell | 62 C Carbon |
Lieferumfang | Bbl., SSP, 2 Conti GP 5000 Reifen + Schläuche |
Gewicht: VR / HR / gesamt |
705 / 836 / 1541 Gramm |
Seitensteifigkeit*: Vorderrad // Hinterrad: linke Seite / rechte Seite |
31,6 // 25,3 / 23,4 Newton/Millimeter |
Die Beschleunigung** von 0 auf 30 km/h |
37,7 Joule |
Anzahl Speichen | 20 / 24 |
Speichenbreite / Dicke | 2,2 / 1,0 Millimeter |
Bremsfläche | Carbon |
Felgenhöhe | 62,0 Millimeter |
Felgenbreite Bremsfläche / maximale Breite | 26,4 / 28,4 Millimeter |
Bremsweg bei 25 km/h: trocken / nass | 4,07 / 5,14 Meter |
Maximales Systemgewicht | 110 Kilogramm |
Widerstand bei 35 km/h* Hintere Zahl: Wattersparnis |
6,3 Watt / 4,2 Watt |
Geschwindigkeit: 100 Kilometer – 35 km/h** | 35,32 km/h |
Zeitgewinn: 100 Kilometer bei 35 km/h** | 94 Sekunden |
Widerstand bei 45 km/h*** Hintere Zahl: Wattersparnis |
12,4 Watt / 7,9 Watt |
Geschwindigkeit: 100 Kilometer – 45 km/h | 45,37 km/h |
Zeitgewinn: 100 Kilometer bei 45 km/h**** | 66 Sekunden |
° Eine höhere Zahl steht für eine höhere Steifigkeit. Wegen der unterschiedlichen Einspeichung wurden am Hinterrad je die linke und die rechte Seite auf ihre Steifigkeit geprüft.
°° Eine niedrigere Zahl steht für eine bessere Beschleunigung; die Werte stehen für Vorder- und Hinterrad.
* Gewichtete Leistung bei 35 km/h für den Widerstand des Vorderrades / Gewinn gegenüber Referenz. Eine geringere Wattzahl steht beim Widerstand für eine bessere Aerodynamik. Bei der zweiten Zahl, die für die Wattersparnis steht, ist eine größere Zahl vorteilhaft.
** Zeitgewinn auf 100 flachen Kilometern gegenüber dem Referenz-Laufradsatz bei 35 km/h Geschwindigkeit
*** Gewichtete Leistung bei 45 km/h für den Widerstand des Vorderrades / Gewinn gegenüber Referenz. Eine geringere Wattzahl steht beim Widerstand für eine bessere Aerodynamik. Bei der zweiten Zahl, die für die Wattersparnis steht, ist eine größere Zahl vorteilhaft.
**** Zeitgewinn auf 100 flachen Kilometern gegenüber dem Referenz-Laufradsatz bei 45 km/h Geschwindigkeit